Wie alles begann…

Natürlich ist es immer toll, wenn Künstler ihre Arbeiten mit knackigen Titeln belegen und mit einer spannenden Geschichte dahinter präsentieren, keine Frage.
Jedoch sind die Geschichten meist an den Haaren herbeigezogen und die Arbeiten selbst oft mit vielen anderen zukünftigen und vergangenen Themen kompatibel und beliebig austauschbar. Meist.
Seit das Projekt startete und öffentlich gemacht wurde (und ich habe während dieses Projektes (getreu nach Paul Arden) wirklich jeden Schritt öffentlich gemacht) wurde ich zig mal gefragt, welchen Antrieb, welche bedeutungsschweren Absichten mich dazu bewegten, dass letzte Abendmahl nachzustellen und zu fotografieren.
Zumal dies ja schon tausende andere Fotografen und Maler nach Da Vinci taten.
Horst Wackerbarth sei nur stellverstretend für alle anderen nach Leonardo genannt.

Nun, die Idee dazu entstand völlig unspektakulär zwischen 2 Bieren am Hahnhof.
Und das auch nur, weil sich dort oben ein wunderbarer langer und schwerer Holztisch befindet, an dem mühelos 13 und mehr Menschen Platz finden.

Es mag nun wohl so 6 bis 7 Jahre her sein, als wir mit Freunden und Bekannten an eben diesem Tisch saßen und tranken und redeten und wohl auch sangen. Und irgendwann kam sie dann auf den Tisch, die Idee… „lasst uns diesen Tisch dort drüben in die Wiese stellen und lasst uns das letzte Abendmahl begehen“.
Doch leider, es war keine geeignete Kamera zur Hand und die damaligen Mobiltelefone, sofern sie überhaupt mit Kamera ausgestattet waren, waren mit den heutigen nicht zu vergleichen. Jedenfalls unsere nicht.

Und so wurde jedes Jahr von mindestens einem der damaligen Tischnachbarn nachgefragt, „was denn nun eigentlich mit dem letzten Abendmahl sei“.
Wie erwähnt, vergingen viele Jahre und dieses Jahr (2015) im späten Frühling entschied ich mich dazu, das Projekt, die Aktion, die Performance – wahrscheinlich von allem ein wenig – anzugehen.

Erste minimalistische Version des Abendmahls. Hochdruck; 5 Exemplare
Erste minimalistische Version des Abendmahls. Hochdruck; 5 Exemplare

Irgendwie war die alte Truppe von damals nicht mehr recht zusammen und ich musste mich auf die Suche nach den Jüngern machen.
Jesus war die einzige, auf die ich noch zählen konnte!

Die Apostel kamen dann schnell zusammen, ein paar sprach ich an, andere meldeten sich zum letzten Abendmahl via Facebook.

Wie es dann weiterging, erfahrt ihr hier.

Bis dahin

Jo Stein

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